Begrüßung des Dekans

Grußwort des Dekans

Ich begrüße Sie herzlich auf der Webseite der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs. Unsere Fakultät ist das einzige Institut im Transdanubien, das allgemeinmedizinische, zahnmedizinische und pharmazeutische Studiengänge hat.

Die Ausbildung der Mediziner hat im Jahre 1367, mit der Gründung der Universität Pécs angefangen. Da die universitäre Ausbildung im Laufe der Geschichte provisorisch aufgehoben wurde, gab es entsprechend der überlieferten Dokumentation auch während der Pausen in Pécs immer eine gesundheitswissenschaftliche Ausbildung. Die Neubelebung der universitären Ausbildung für Ärzte ist eng mit dem Friedensvertrag von Trianon verbunden. In Folge des Vertrags ist die 1912 gegründete Erzsébet Universität von Pozsony (Bratislava) mit einem kurzen Zwischenaufenthalt in Budapest nach Pécs gezogen. Im Anschluss an unsere Niederlassung wurde die mit der Ausbildung von Medizinern begonnen, die ab 1951 an der selbständigen Medizinischen Universität von Pécs fortgesetzt wurde.

Seit 2000 setzen wir unsere Tätigkeit an der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs fort.

An unserer Fakultät haben  – trotz der schweren Umstände - zahlreiche auch international anerkannte, ausgezeichnete Persönlichkeiten studiert. Viele Professoren der Fakultät sind in ihrem Wissenschaftsgebiet zu bestimmenden Persönlichkeiten der ungarischen Medizin geworden.

Unsere Fakultät ist eine von der Ungarischen Akkredierungkommission anerkannte ausgezeichnete Stelle. Beim Ranking ungarischer Fakultäten hat sie mehrmals eine Spitzenposition eingenommen. 2008 haben wir im Rahmen einer umfassenden Bewertung von 168 ungarischen Universitätsfakultäten den ersten Platz gewonnen. Die von uns verliehenen Diplome werden sowohl in der EU wie auch in den USA anerkannt und geschätzt. Nach internationalen Erhebungen, die die Anstellungsmöglichkeiten in den hochentwickelten Industrieländern einstufen, ist unter den ost-europäischen Diplomen das medizinische Diplom von Pécs eines der wertvollsten.

Das Motto unserer Fakultät stammt von Louis Pasteur: „Das Glück begünstigt nur diejenigen, die darauf vorbereitet sind.” Auch dieser Satz bezeichnet und betont, dass wir großen Wert auf die Qualität der Ausbildung legen. Wir halten unsere gut vorbereiteten Studenten für die beste Werbung. Es ist erfreulich, dass die Zahl unserer Studierenden im letzten Jahrzehnt eine erhebliche Steigerung erfährt, und wir sind stolz darauf, dass die Studenten der Fakultät aus zweiundfünfzig Ländern der Welt kommen.

Unsere englischsprachige Ausbildung hat schon eine 25 jährige Tradition und auf Deutsch wird seit 6 Jahren gelehrt. Neben der Ausbildung der Allgemein- und Zahnmediziner wurden in der letzten Zeit der pharmakologische und der medizinische biotechnologische - Studiengang eingeführt, ebenfalls in englischer Sprache. Ungeachtet zahlreicher ausgezeichneter Rückmeldungen möchten wir sowohl die personellen als auch die infrastrukturellen Hintergrundbedingungen kontinuierlich verstärken.

Trotz der schnellen technischen Entwicklung und der zunehmenden Spezialisierung ist die Medizin die unmittelbarste, auf interpersonalen Beziehungen (Dozent-Student, Patient-behandelnder Arzt) beruhende Universitätsdisziplin geblieben. Dementsprechend möchten wir die Unterrichtsmethoden vertiefen und mit denen weiter arbeiten, die auf unmittelbaren Kontakten beruhen. Unsere Fakultät ist berühmt dafür, dass die Beziehung zwischen Studierenden und Dozenten sehr eng und direkt sind. Die herausragend erfolgreichen studentischen wissenschaftlichen Präsentationen des letzten Jahrzehntes können zum Teil auch dieser Beziehung zugeschrieben werden. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Studierenden einen weiten Kreis von Kenntnissen erwerben können. Ein bedeutender Teil unserer Studenten nimmt mit Unterstützung der Fakultät an Praktika teil, die an anerkannten Institutionen des Kontinents und anderen entwickelten Ländern abgeleistet werden. Außer den Austauschprogrammen HUMSIRC und ERASMUS fördern wir jede Anstrengung, deren Ziel der Erwerb von qualitativem Wissen ist.

Unsere Absolventen haben enge Kontakte zur Alma Mater. Neben dem seit Jahrzehnten erfolgreich funktionierenden Alumni-Programm möchten wir unsere Absolventen auch im Rahmen der postgraduellen-, Promovierungs- und fachärztlichen Ausbildungen an unsere Fakultät binden. Unser Vorstand für Fachausbildung und Fortbildung unterstützt die postgraduellen Studenten und Doktoranden, bzw. koordiniert ihren kontinuierlichen, lebenslangen Lernprozess. Der ungarische Staat, namhafte Firmen, sowie die Fakultät selbst subventionieren PhD-Stellen für diejenigen, die weiter studieren.

Die Universität Pécs gehört mit ihren rund 30.000 Studenten zu einer der größten Bildungsstätten Ungarns, wo zahlreiche Möglichkeiten zur Teilnahme an nicht fachbezogenen Fortbildungskursen und Vorlesungen, sowie Sport- und andere Freizeitaktivitäten zur Verfügung stehen.

Pécs bietet der Universität eine wahre Heimat. Das vergangene Jahr zeichnete sich durch eine dynamische Entwicklung, durch die Erneuerung des Stadtbilds, sowie durch eine große Vielfalt an Kulturprogrammen aus. Unsere Universität versteht sich als eine maßgebende Institution der Stadt. Außer den Studenten haben fast alle Stadtbewohner irgendeinen Kontakt zu der Universität. Die zahlreichen internationalen, ausländischen Studenten und die mediterrane Atmosphäre verleihen der Stadt einen angenehmen, freundschaftlichen, aufregenden und lebhaften Charakter. Im Jahre 2010 erlebt die Kulturhauptstadt Europas eine geistige Entwicklung, die noch jahrelang spürbar sein wird. Unser Ziel ist es, diese Entwicklung aufrecht zu erhalten und zu stärken. Die Universität  pflegt gute Beziehungen zu den maßgebenden Städten und Bildungseinrichtungen der Region und Transdanubien.

Die Fakultät legt besonders großen Wert auf ein hohes Niveau der Krankenversorgung bzw. der Qualität der Bildung im Klinikum, sowie eine gute interpersonale Arzt-Patient Beziehung.

Innerhalb der Universität spielt unsere Fakultät bei der medizinbiologischen Grundlagen- und angewandter Forschung eine entscheidende Rolle. An der Fakultät sind zahlreiche ausgezeichnete Forscher sowie Forscherteams tätig. Unser Ziel ist es solche Translations- Forschungsgruppen ins Leben zu rufen, die die verschiedenen krankheitserregenden Mechanismen vertikal untersuchen: „Vom Molekül bis zum Krankenbett“.  Leider führt die steigende Belastung in den Kliniken und Instituten aber zum vorübergehenden Stagnieren der wissenschaftlichen Leistungen. Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass die medizinische Fakultät im wissenschaftlichen Bereich Vorreiter der Universität ist.

In den kommenden Jahren hat die Fakultät das Ziel, Bewerbungen und Bewerber im Bereich der Grundlagen- und angewandten Forschung zu unterstützen. Die Fakultät bietet durch das schon früher ausgebaute, interne Bewerbungssystem alle Möglichkeiten zur Forschungsarbeit von BerufsanfägerInnen, damit sie sich für die heimisch und international ausgeschriebenen Bewerbungen gut vorbereiten, und erfolgreiche Anträge einreichen.

Die Leitung der Fakultät ist bemüht, das Niveau der Ausbildung, der wissenschaftlichen Arbeit, sowie der Krankenversorgung auf eine höhere Stufe zu bringen. Dazu ist jedoch die Zusammenarbeit der MitarbeiterInnen der Fakultät, die gewissenhafte Arbeit unserer Studenten, sowie die Unterstützung aller Interessenten erforderlich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Attila Miseta

Dekan